Oberflächensanierung

Kristallisation

Die Kristallisation ist ein Verfahren, das eine Oberfläche poliert. Es wird besonders zur Wiederherstellung von Oberflächen verwendet, die ursprünglich poliert waren und im Laufe der Zeit durch Nutzung und die Verwendung ungeeigneter Reiniger ihren Glanz verloren haben. Die Kristallisation erfordert chemische Substanzen (Fluorosilikate, Säuren, Wasser) und Einscheibenmaschinen mit spezialisierten Pads. Der erste Schritt ist die präzise Identifizierung der Oberflächenbearbeitung, da dieses Verfahren nur auf ursprünglich polierten Oberflächen durchgeführt werden kann; matte, gebürstete, antike und ähnliche Oberflächen, die kein Licht reflektieren, werden stattdessen mechanisch geschliffen. Die Kristallisation wird am häufigsten bei durch Fußgängerverkehr abgenutzten Marmorböden angewendet.

Moderne Kristallisationstechniken umfassen das Polieren mit pulverisierter Oxalsäure (Sauerkleesalz). Dieser Prozess repliziert in gewisser Weise die in Marmor-Poliermanufakturen verwendete Technologie. Deshalb ist die Methode weithin anerkannt und häufig verwendet. Vor der Anwendung auf große Flächen sind jedoch Tests erforderlich, da unerwünschte Effekte wie Oberflächenverfärbung auftreten können. Es kann sich auch Belag auf der Oberfläche bilden, der oft schneller auftritt als die Effekte der Kristallisation selbst.

In der Praxis wandelt sich, sobald das Oxalsäurepulver aufgetragen ist, das Kalziumkarbonat auf der Oberfläche in Kalziumoxalat um, eine irreversible Umwandlung. Das Polieren mit spezialisierten Pads (z. B. Stahlwolle) bringt die Oberfläche zum gewünschten Glanzgrad.