Verlegeanleitungen
Fassaden
Außenfassaden werden mit klassischer Technologie oder mit Luftspalt gebaut (zum Ausgleich des Wasserdampfdrucks zwischen Außenumgebung und Fassade). Außenfassadenverkleidung mit klassischer Technologie.
Besondere Sorgfalt sollte der Wahl von Klebern gelten, die für Außenbedingungen geeignet sind. Empfohlen werden hochhaftende (C2), flexible (S1), rutscharme (T), Kleber mit verlängerter Trockenzeit (E). Die verwendeten Werkzeuge und die Ausrüstung ähneln denen für vertikale Innenverkleidungen. Die Anwendungsbedingungen erfordern eine Temperatur zwischen +5 °C und +25 °C (gelegentlich bis +30 °C) und trockenes Wetter. Verkleidungen bei Regen oder Wind vermeiden. Für die Verkleidung verwendete Fliesen oder Paneele werden zu 100 % auf der Rückseite mit Kleber beschichtet, wobei bei größeren Fliesen eine Zahnkelle zur Rillenbildung verwendet wird. Kleber wird auch mit einer Zahnkelle auf die Wand aufgetragen, mit Rillen, die senkrecht zu denen auf der Fliese verlaufen. Dies verbessert die Haftung. Bei kleinen Fliesen wird der Kleber mit einem Spachtel aufgetragen, ohne dass Rillen zur Haftungsverbesserung nötig sind. Die Verlegung kann mit oder ohne Fugen erfolgen.
Hinterlüftete Fassaden (mit Luftspalt) werden gemäß der Regelung NP 135-2013 entworfen und gebaut. Die Verkleidung mit großen Natursteinfliesen nutzt Trockenverlegungstechnologie (ohne Kleber), wobei die Fliesen mit Ankern an der Tragwand befestigt werden (Clips, die in Randschlitze eingesetzt werden, bei Fliesen über 220 mm Stärke). Sie werden auch häufig an Metallrahmen befestigt, die selbst an der Tragwand angebracht sind. Der Luftspalt ist im Allgemeinen 40-50 mm stark. Folgende Verlegearten werden verwendet:
Schuppen-Stil – mit überlappenden Fliesen. Dies ist auch die für Schieferdächer verwendete Verlegemethode.
Flach-Stil – mit nebeneinander platzierten Fliesen, verwendet, um große Flächen auf derselben Ebene zu erzeugen. Bei diesem System wird Naturstein auf einem Metallrahmen montiert.