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Oberflächenidentifikation
Für die Pflege und Wartung von Naturstein ist die richtige Identifizierung der Oberfläche wesentlich. Die Steinart, die Oberflächenbearbeitung und wie das Gestein auf bestimmte Reinigungs- und Versiegelungslösungen reagiert, sind Dinge, die stets zu berücksichtigen sind.
1. Wie werden Gesteine nach ihrer Zusammensetzung klassifiziert?
Nach ihrer Zusammensetzung fallen Gesteine in zwei Kategorien:
silikatische Gesteine – hauptsächlich aus Silizium und Quarz. Sie sind sehr langlebig und pflegeleichter. Zu diesen Gesteinen zählen: Granit, Schiefer, Sandstein, Quarzit.
kalkhaltige Gesteine – hauptsächlich aus Kalziumkarbonat, daher empfindlicher und benötigen sorgfältigere Pflege. Dazu zählen: Marmor, Travertin, Kalkstein, Onyx.
2. Wie identifiziert man eine Oberfläche visuell?
Granit – ein Gestein mit körniger Struktur und sehr feiner Maserung. Meist mit polierter oder geflammter Oberfläche zu finden, seltener bossiert. Die Farben variieren. Er ist hart und beständig gegen korrosive Substanzen und Kratzer.
Schiefer – Farben reichen von dunkelgrün bis schwarz, grau, rot oder sogar mehrfarbig. Er spaltet sich natürlich, was ihm eine geschichtete Textur verleiht. Er ist beständig gegen Witterung und korrosive Substanzen.
Sandstein – die Farben variieren je nach den in seiner Zusammensetzung enthaltenen Mineralien, von hellgrau bis gelb oder rot. Er ist hart und porös. Er bewährt sich gut gegen Kratzer und korrosive Substanzen, weniger gut gegen Flecken.
Marmor – hat eine feine Textur, oft mit Maserung, und eine breite Farbpalette. Er hat mittlere Härte und Porosität. Er ist empfindlich gegen korrosive Substanzen. Erhältlich in verschiedenen Oberflächen: poliert, matt, bossiert, spaltrau, gebürstet und mehr.
Travertin – ein Sedimentgestein, was sich in seiner Textur zeigt, wo Spuren fossiler Muscheln sichtbar sind. Er hat mittlere Härte und mittlere bis hohe Porosität. Er bewährt sich gut gegen Witterung. Er ist empfindlich gegen Kratzer und korrosive Substanzen.
Kalkstein – ebenfalls ein Sedimentgestein, mit mittlerer Härte und Porosität. Er bewährt sich gut gegen Witterung und zeigt Empfindlichkeit gegen Kratzer und korrosive Substanzen.
3. Wie erkennt man die Porosität einer Oberfläche?
Die Porosität einer Oberfläche wird mit einem einfachen Test bestimmt. Gießen Sie einen Teelöffel raumtemperiertes Wasser auf die Oberfläche und stoppen Sie die Zeit, bis es aufgenommen wird. Es gibt drei Ergebnisse:
Wasser wird in etwa 5 Minuten aufgenommen – hohe Porosität
Wasser wird innerhalb von maximal 15 Minuten aufgenommen – mittlere Porosität
Wasser wird in über 20 Minuten aufgenommen – geringe Porosität
Anhand dieser Informationen lässt sich die Oberfläche leichter identifizieren und die beste Behandlung für verschiedene Situationen bestimmen.